Webinar: IBOR-Change im Kreditgeschäft
Auswirkungen der IBOR-Replacements auf das komplexe und syndizierte Lending
In den Jahren seit der globalen Finanzkrise dringt der Wunsch nach mehr Transparenz seitens der Politik im Finanzmarkt immer stärker nach außen und erreicht mit der Benchmarkt-Reform nun auch das Kreditgeschäft. Momentan sind alle Kreditgeber mit sinkenden Transaktionsmargen konfrontiert, was aktuell zu einer Neuausrichtung auf die Steigerung der Profitabilität durch Portfoliooptimierung führt. Gleichzeitig legen die Kreditgeber immer mehr Wert auf den Aufbau und Erhalt starker Kundenbeziehungen.
Wie können die Kreditgeber eine Portfoliooptimierung und eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit mit Prozess-Automatisierungen, einer optimierten Datenlandschaft und im Fokus der IBOR-Replacements erreichen?
In diesem Webinar haben Thomas Domsch, Finbridge und Saskia Newbon, Finastra über aktuelle Markttreiber, wie die LIBOR/EURIBOR-Änderungen und die prozessualen Herausforderungen im Bereich Commercial and Syndicated Lending referiert. Darüber hinaus teilten sie ihre Erfahrungen und diskutierten, wie man am effizientesten diesen Herausforderungen begegnen kann.
HIER das komplette webinar
Referenten
Mehr zu IBOR und Konsortialkrediten
Die Ablösung der LIBOR Zinssätze durch die sog. Risk-Free Rates (RFRs) befindet sich in der heißen Phase. Eingeläutet wurde diese Phase durch die britische Financial Conduct Authority (FCA), die in einer Veröffentlichung am 5. März nochmals die Einstellung bestätigt und den Verlust der Repräsentativität der LIBOR Zinssätze bekräftigt hat. Mit Ausnahme des USD LIBOR wird die Veröffentlichung der LIBOR Raten zum 31.12.2021 durch die ICE Benchmark Administration (IBA) eingestellt. Die Einstellung des USD LIBOR erfolgt dann zum 30.06.2023. Da ein Großteil der von Banken vergebenen Kredite auf den LIBOR-Sätzen basieren, muss sowohl für bestehendes als auch für neues Kreditgeschäft die Zinsberechnung in Zukunft auf den neuen Risk-Free Rates stattfinden.
Weltweit haben die Regulatoren des globalen Finanzsystems in den letzten Jahren die Ablösung der Zinssätze für unbesicherte Kredite (Interbank Offered Rates, IBOR) auf dem Interbankenmarkt vorangetrieben. Eine Konsequenz davon ist, dass bereits Ende 2021 mit der Einstellung des weltweit bedeutenden LIBORs (London Interbank Offered Rate) gerechnet werden muss
Damit Banken auch in Zukunft das Kreditgeschäft auf Basis der neuen Referenzzinssätze anbieten können, bedarf es einer Umstellung der Bankensysteme auf die neue Zins-Methodologie.
In diesem Webinar haben Thomas Domsch, Finbridge und Saskia Newbon, Finastra über aktuelle Markttreiber, wie die LIBOR/EURIBOR-Änderungen und die prozessualen Herausforderungen im Bereich Commercial and Syndicated Lending referiert. Darüber hinaus teilten sie ihre Erfahrungen und diskutierten, wie man am effizientesten diesen Herausforderungen begegnen kann.
Syndicated Loans sind ein Beispiel komplexer Finanzprodukte, deren Bearbeitung und Verwaltung über den gesamten Lifecycle und in den verschiedenen Bankbereichen eine große Herausforderung darstellt. In Kombination mit heterogenen IT-Landschaften und wechselnden Hoheiten entlang der Datenlieferstrecken kann die Komplexität solcher Produkte zu fehleranfälligen und schwer zu überblickenden Prozessen führen. In diesem Artikel möchten wir einige Beispiele solcher nicht-trivialer Prozesse vorstellen und diskutieren, wie diese mit Hilfe von Process Mining identifiziert und das verbundene Optimierungspotenzial nutzbar gemacht werden kann.
Mehr Insights und Themen
Nachdem das SRB am Jahresanfang eine neue Operational Guidance zum Themenkomplex Geschäftsreorganisationsplan (Business Reorganisation Plan, BRP) zur Konsultation gestellt hat, wurde die finale Operational Guidance on the Business Reorganisation Analysis Report am 31. Juli 2026 veröffentlicht. Nachfolgender Beitrag stellt die grundsätzlichen Inhalte der neuen Operational Guidance dar und zeigt mögliche Implementierungsaufwände auf.
Die EU-Bankenunion verstehen – ein neuer Insight von Finbridge
Unser Kollege Simon Gläser hat sich die regulatorische, institutionelle und politische Integration der europäischen Bankenunion genauer angeschaut. Unser neuer Fachartikel beleuchtet, wo die EU-Bankenunion heute steht: von der Entstehung in der Finanzkrise 2008 über die Aufsichtsarchitektur der EZB und des SRB bis hin zu offenen Baustellen wie der gemeinsamen Einlagensicherung EDIS.
Der Beitrag zeigt, warum der aktuelle Übernahmeversuch der UniCredit an der Commerzbank ein Spiegelbild des Spannungsfeldes zwischen nationalem Interesse und dem erklärten Ziel eines echten europäischen Bankenmarktes ist. Ergänzend werfen wir einen Blick auf neue regulatorische Entwicklungen rund um Krypto, ESG und das Meldewesen-Reformvorhaben IREF.
Für alle, die verstehen möchten, wie europäische Finanzmarktregulierung funktioniert – Viel Freude beim Lesen!
Am 11. Mai 2026 hat das Single Resolution Board (SRB) seine neue Operational Guidance for Banks on Liquidity and Funding in Resolution zur Konsultation gestellt. Ziel der neuen Guidance ist es, die bislang getrennt veröffentlichten Vorgaben zu den einzelnen Prinzipien der Dimension 3 der Expectations for Banks (EfB), welche veröffentlicht wurden, in einem konsolidierten Dokument zusammenzuführen. Die Struktur der Guidance orientiert sich hierbei an den drei Prinzipien, sodass jedem Prinzip ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Die Konsultation läuft bis zum 6. Juli 2026.
Mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) vollzieht sich ein grundlegender Perspektivwechsel für Finanzinstitute: Marktdatenanbieter werden regulatorisch nicht länger primär als klassische Drittdienstleister betrachtet, sondern gelten künftig als integraler Bestandteil der kritischen digitalen Infrastruktur in Form von IKT-Drittdienstleistern. In diesem Beitrag wird die regulatorische Neubewertung in unserem neuesten Insight erläutert, um aufzuzeigen, warum Datenfeeds heute essenzielle, steuerungsrelevante Leistungen sind. Um diese komplexen Koordinationsaufgaben künftig erfolgreich zu meistern, wird ein ganzheitlicher Auslagerungsmanagement-Ansatz in fünf Phasen, der operative Stabilität und regulatorische Compliance vereint.
Die EBA veröffentlichte am 10.04.2026 ein Konsultationspapier zur Vereinfachung und Harmonisierung des Meldewesens. Zusätzlich sollen Datenlücken geschlossen und die Datengrundlage für Stresstests verbessert werden. Zusammengefasst handelt es sich um ein umfangreiches Änderungspaket des europäischen Meldewesens. Unser Team stellt die wesentlichen Auswirkungen in den einzelnen Meldebereichen dar.
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Das SRB hat das finale Paket zu Separability und Transferability veröffentlicht und dabei zentrale Forderungen der Bankenbranche nach mehr Proportionalität und Vereinfachung berücksichtigt. Die Anforderungen wurden verschlankt, mit einem stärkeren Fokus auf aggregierte, qualitative Ansätze anstelle granularer, quantitativer Analysen. Die Umsetzung soll iterativ und proportional bis Ende des Resolution-Planning-Cycles 2027 in engem Austausch mit den IRTs erfolgen.
Am 06.08.2025 veröffentlichte die BaFin mit dem Entwurf für die „Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Wertpapierinstitute“ – die Wpl MaRisk – erstmals ein eigenes Regelwerk für das Risikomanagement kleiner und mittlerer Wertpapierinstitute. Ziel dieses Entwurfs sind dabei eine Konkretisierung der Vorgaben des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und die Entwicklung eines eigenständigen, prinzipien- und proportionalitätsbasierten Regelwerks unter expliziter Berücksichtigung der besonderen Charakteristika von Wertpapierinstituten. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Punkte, die Wertpapierinstitute in Zukunft potenziell berücksichtigen müssen.